| Liebe Gemeindemitglieder, liebe Einwohner von Berlingerode, Böseckendorf, Bleckenrode und Neuendorf! Heilige Zeichen – Der Altar In der Genesis, dem ersten Buch der Bibel, wird erzählt, der Erzvater Jakob habe auf einer seiner Wanderungen eine Nacht so zugebracht, dass er sein Haupt auf einen Stein bettete. Im Traum habe sich ihm der Himmel aufgetan, und er sah eine Leiter, die von der Erde bis zum Himmel reichte. Engel stiegen auf und nieder, und an der Spitze der Leiter erschien Gott selbst und gab Jakob die Verheißung, seine Nachkommen würden zahlreich sein wie der Staub der Erde. Jakob richtete am Morgen, aus dem Traum erwachend, den Stein auf, übergoss ihn mit Öl und machte ihn so zu einem Altar, weil Öl eine der Opfergaben war, die auf Altären dargebracht wurden (Gen 28, 10-19). Altäre waren in vielen Religionen und auch im vorchristlichen Judentum Monumente aus Stein, Erde oder Metall, auf denen Opfergaben als Ausdruck der Verehrung für Gott oder Götter ausgegossen oder verbrannt wurden. Die Urchristen in Jerusalem besuchten anfangs noch den Tempel dieser Stadt mit seinen Altären für die Rauch- und Brandopfer. Aber immer deutlicher wurden sie zu Fremden in diesem Tempel, der später von den Römern wohl für immer zerstört wurde. Den Christen wurde anstelle der alten Altäre das Kreuz Christi zum neuen Altar: das Marterholz, an welchem er sein Leben als Ausdruck der Liebe für die Sünder dahingab, die ihn ans Kreuz gebracht hatten. Die Christen vollzogen von Anfang an die ihnen seit dem letzten Abendmahl von Christus aufgetragene Eucharistie: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (Lk 22, 19). Sie hatten zuerst noch keine Kirchen und feierten das heilige Geheimnis in Wohnungen an gewöhnlichen Tischen. Aber was das gefeiert wurde, war nicht einfach eine Mahlzeit zur Erinnerung an Jesus, sondern Gegenwart seines Leidens und Todes, Gegenwart des Kreuzopfers, in welchem der Priester und das Opfer identisch waren. Es konnte nicht zweifelhaft sein, dass dieses Himmel und Erde bewegende Ereignis die Schlichtheit, ja die Biederkeit der Wohnzimmer und Speisessäle sprengen würde, sobald das Christentum aus dem Untergrund in die Öffentlichkeit trat und für den Gottesdienst Kirchen erbaute. Inmitten dieser Kirchen steht seit jeher der Altar. Es war anfangs nur einer: Hinweis auf den einzigen Erlöser Jesus Christus und die eine Eucharistie. In der Regel war er aus Stein gefügt: Felsen von Golgatha, auf dem das Kreuz stand. Später wurde diese schöne Symbolik verdunkelt. Man stellte viele Altäre auf und errichtete über ihnen Aufbauten, die zumeist sehr eindrucksvoll waren, Kunstwerke von hohem Rang. Dennoch ist der einfache Steintisch, gestützt auf eine oder vier Säulen, wie wir ihn freistehend vor dem Hintergrund der Apsismosaiken heute noch in den alten Kirchen Ravennas finden, ein Zeichen von bezwingender Kraft. Viele der heute errichteten Altäre sind zwar schlicht, entbehren aber jenen „Glanz edler Einfachheit“, den das jüngste Konzil der gesamten Liturgie zugedacht hat. Was wird da nicht alles abgestellt und abgelegt an unzusammenhängendem Vielerlei: Leuchter, Blumentöpfe, Bücher Zettel. Ein Blick in den neuen Ritus der Kirchenweihe und Altarweihe müsste eigentlich genügen, um vieler Geschmacklosigkeit ein Ende zu bereiten. Bei der feierlichen Weihe eines Altares wird in dessen Mitte und an den vier Ecken Chrisamöl ausgegossen und hierauf der ganze Altartisch gesalbt: Der Altar ist das Symbol für Christus, den Messias, was in Übersetzung „der Gesalbte“ bedeutet. Hierauf wird auf der Altarplatte Weihrauch verbrannt: Zeichen für die von hier zu Gott aufsteigenden Gebete. Schließlich werden Lichter entzündet und auf den Altar gestellt mit den Worten: „Christi Licht leuchte auf dem Altar, es strahle wider im Leben aller, die teilhaben am Tisch des Herrn.“ Unter der Altarmensa werden in der Regel auch Reliquien beigesetzt: Erinnerung an das Lebensopfer der Heiligen, das aus dem Opfer Christi entspringt. Festgefügte Altäre, wie die Kirche sie haben will, sind Orte, an denen sich Heimatsuchende sich aufhalten und anhalten können. So will zum Altar Gottes treten, zum Gott meiner jubelnden Freude. Auf der Harfe will ich dich preisen, Herr, mein Gott!(Ps 43,3) Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, denn du hast das Opfer Christi, dargebracht auf dem Altar des Kreuzes, angenommen zur Erlösung der Menschen. Um das Gedächtnis dieses Opfers zu feiern, rufst du dein Volk voll Liebe zusammen um den Tisch deines Sohnes. Schau herab auf diesen Altar, den wir errichtet haben für die Feier der Eucharistie; er sei die Mitte unseres Lobens und Dankens. Er sei der Altar, an dem wir das Opfer Christi unter heiligen Zeichen begehen. Er sei der Tisch, an dem wir das Brot des Lebens brechen und aus dem Kelch der Gemeinschaft trinken. Er sei der nie versiegende Quell unseres Heiles, das uns in Christus geschenkt ist. Zu Christus treten wir hin, zu dem lebendigen Stein; auf ihm wächst deine Gemeinde empor zu einem heiligen Tempel. Durch Christus weihen wir dir auf dem Altar unseres Herzens das Opfer eines heiligen Lebens zum Lob deiner Herrlichkeit. Dir sei Ruhm, Ehre und Lobpreis, jetzt und in Ewigkeit. Amen. (Aus der Liturgie der Segnung eines Altares) Allen Gemeindemitgliedern eine gute und gesegnete Zeit, und den Kindern und Jugendlichen einen guten Start in das neue Schuljahr bzw. die Ausbildungszeit. Mit besten Grüßen Euer Pfarrer M. Mötzung Aus dem Leben unsere Pfarrgemeinde (bitte aktuelle Vermeldungen beachten – Änderungen vorbehalten) - Gottesdienste und Gruppenstunden nach Plan – Gruppenstunden beginnen wieder ab September (bitte die aktuellen Vermeldungen beachten)
- Segnung der Kräuter zum Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel (15.08.) (Mariä Himmelfahrt) am Samstag, dem 14.08., um 17.30 Uhr in der Vorabendmesse – wer Kräuter gesegnet haben möchte, kann diese in der Kirche an der entsprechenden Stelle in der Kirche im Altarraum ablegen (siehe auch Aushang im Schaukasten)
- Segnung der Schulanfänger: Samstag, den 14.08.10 um 17.30 Uhr in der Vorabendmesse
- Am Sonntag, dem 15.08.10, entfällt wegen der Etzelsbachwallfahrt und dem Waldfest in Böseckendorf auf Beschluss des Pfarrgemeinderates das Hochamt um 10.00 Uhr. Wir bitten um gefällige Beachtung!
- Erstkommunion: Der Vorbereitungskurs für die Erstkommunion 2011 beginnt am Samstag, dem 04.09.10, mit einem Einkehrtag. Die Erstkommunionkinder sind ab 09.00 Uhr in den Pfarrsaal eingeladen. Die Eltern der Kommunionkinder dann ab 14.30 Uhr zum gemeinsamen Kaffee. Der Einkehrtag endet mit der gemeinsamen Teilnahme an der Vorabendmesse um 17.30 Uhr
- Schülermesse wieder ab Montag, dem 06.09. um 14.30 Uhr
- Die Hauskranken werden besucht am Donnerstag, dem 02.09., und am Freitag, dem 03.09., zu den gewohnten Zeiten
- Senioren: Seniorennachmittag (August) am Dienstag, dem 10.08.10 ab 14.30 Uhr; Wallfahrt der Senioren zum Klüßchen Hagis: Donnerstag, den 09.09.10, – bitte die aktuellen Vermeldungen beachten; Seniorennachmittag (September) Dienstag, dem 14.09.10, ab 14.30 Uhr
- Frauengemeinschaft: Donnerstag, den 10.08.10, um 19.30 Uhr (nach der Abendmesse)
- Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand: Freitag, den 27.08., ab 18.00 Uhr – mit der Auswertung des Gemeindefestes – eingeladen sind auch die Partner der Mitglieder von PGR und KV
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